Getestet: Feuchttücher für empfindliche Haut

Gereizte, juckende Haut und rote Flecken: Nachdem meine Tochter Neurodermitis hat, wenn auch zum Glück nur noch sehr schwach, bin ich bei der Wahl von Pflegeprodukten sehr vorsichtig und habe bereits jede Menge Produkte probiert. Und das nicht nur bei Cremes und Badeschaum, sondern auch bei Feuchttüchern, bei denen durchaus Unterschiede erkennbar sind.

Viele Hersteller von Feuchttüchern haben mittlerweile auch Produkte für Kinder mit empfindlicher Haut im Angebot, die ohne Parfüm und Alkohol auskommen. Folgende haben wir bereits getestet, ohne dass es zu Hautirritationen oder Juckreiz im Windelbereich kam:

Der Klassiker – Penaten: Ursprünglich war ich ja ein Fan der Penaten „Milde Pflegetücher mit Babylotion“, da diese für mich den typischen Babygeruch haben. Mit der Zeit wurde mir aber genau dieser Geruch viel zu pentrant und wir stiegen auf die parfümfreien Kollegen „Sensitive“ um. Diese riechen nur ganz leicht und angenehm dezent, fast wie Babypuder. Leider sind die ca. 22×15 cm großen Feuchttücher sehr dünn, sodass ich bei gröberen Zwischenfällen lieber zwei Feuchttücher übereinanderlege. Positiv hingegen: Von Ökotest wurden die Penaten Sensitive Feuchttücher ob ihrer Inhaltsstoffe  mit „Sehr gut“ bewertet.

Vom Windelexperten – Pampers: Auch der Windelhersteller Pampers hat seit geraumer Zeit Sensitive Feuchttücher im Angebot, die ohne Alkohol und Duftstoffe auskommen. Mit einer Größe von ca. 17×17 cm sind die Pampers Sensitive Feuchttücher zwar die kleinsten der getesten Reinigungstücher, dafür aber auch die dicksten und feuchtesten. Die Feuchttücher riechen so neutral, dass man sie fast schon als geruchslos bezeichnen kann, was ich sehr angenehm finde.

Die DM-Eigenmarke- Babylove: Zum Eigenmarkenangebot des Drogeriemarkts DM gehört auch die Babylove-Reihe, aus der es von Windeln über Spielzeug bis zu Kinderwagentaschen jede Menge Produkte für das Leben mit Kind gibt –  auch Feuchttücher. Die Babylove Sensitive Feuchttücher sind frei von Farb- und Duftstoffe und kommen ohne tierische Inhaltsstoffe und Alkohol. Dass sie zudem auch frei von Silikonen und Rohstoffen auf Mineralölbasis sind, hat wohl dazu beigetragen, dass sie von Öko-Test mit sehr gut ausgezeichnet wurden. Mit ca. 20×19 cm sind die Feuchttücher recht groß und äußerst geruchsneutral.

Die Bipa-Eigenmarke – Babywell: Die Babywell Öltücher der Bipa-Eigenmarke sind frei von Mineralöl, Farb- und Konservierungsmitteln. Klingt gut, dennoch war ich schon beim Öffnen der Packung von den Tüchern enttäuscht, verströmen sie doch einen Geruch, den ich leider nur mit alter Creme vergleichen kann. Zudem sind die ca. 20×17,5 cm großen Tücher sehr dünn und fusseln noch dazu. Wer raue Finger hat, muss damit rechnen, dass sich die Babywell-Tücher unschön an diesen verhaken. Dass Öltücher ölig sind, war zu erwarten, aber dass sie einen unangenehm schmierigen Film hinterlassen, war dann für meinen Geschmack doch ein wenig zu viel des guten.

Feuchttücher-Vergleich

  • Packungsgröße: Penaten Sensitive und Pampers Sensitive je 56 Stück, Babylove Sensitive und Babywell Comfort Öltücher je 80 Stück. Fazit: Wer auf Vorrat einkaufen möchte, ist also mit den Eigenmarken-Feuchttücher besser beraten, vor allem da diese im Test bis zum letzten Tuch nicht austrockneten.
  • Preis: Nachdem Feuchttücher gerne in Multipacks im Zuge von Rabattaktionen angeboten werden, liegen sie letztlich preislich recht nah beieinander und bewegen sich zwischen 0,03 und 0,02 Euro pro Stück, wobei die Eigenmarken-Feuchttücher auch ohne Rabatt meistens günstiger sind als die Feuchttücher von Penaten oder Pampers. Fazit: Schnäppchenjäger greifen zu den Eigenmarken-Feuchttüchern.
  • Geruch: Nachdem man den Geruch von Feuchttüchern in Anbetracht des häufigen Windelwechselns ständig in der Nase hat, schätze ich Tücher mit dezentem Geruch, weshalb in dieser Kategorie die Feuchttücher von Babylove und Pampers die anderen Feuchttücher auf die Stockerlplätze verwiesen.
  • Größe: Ein nicht zu unterschätzender Punkt, den mit winzigen Tüchern kommt man nicht gerade weit und muss mehrere nehmen, um das gleiche Ergebnis wie mit einem Feuchttuch stattlicher Größe zu erreichen. Mein Testsieger in diesem Bereich: Die Sensitive-Feuchttücher von Penaten.
  • Dicke und Reißfestigkeit: Zugegeben, gerissen ist mir zum Glück noch kein Feuchttuch, da sie alle eine textile Struktur haben, die dies verhindert, aber bei der Dicke sind doch klare Unterschiede erkennbar. Wer nur ungern das Gefühl hat, gar kein Feuchttuch zwischen sich und dem besudelten Kinderpopo zu haben, sollte meiner Meinung nach zu den dicken Feuchttüchern von Pampers greifen.
  • Inhaltsstoffe: ohne, frei von, neutral – dies liest man bei Feuchttüchern für Kinder mit empfindlicher Haut gerne und auf allen der getesteten Packungen.
  • Pflege: Last, but not least: Keine der getesten Feuchttücher riefen bei der empfindlichen, Neurodermitishaut meiner Tochter Irritationen hervor, sondern sie wirkte stets gut gepflegt.

Testsieger

Trommelwirbel: Meine Favoriten sind (derzeit) die Sensitive Feuchttücher von Pampers, da die Kombination aus Feuchtigkeit und Dicke der Tücher quasi mit einem Wisch wieder für Sauberkeit sorgen und noch dazu sehr pflegend wirken. Mias Papa möchte anmerken, dass für ihn die Penaten Sensitive Feuchttücher den ersten Platz verdient haben, weil sie gut riechen 😉 Den letzten Platz und damit ganz oben auf der die-landen-nicht-mehr-im-Einkaufskorb-Liste stehen hingegen die Öltücher von Babywell.

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