Getestet: Hochstuhl „Antje“ von Pinolino

Pinolino Hochstuhl AntjeIn erster Linie möchte ich hier Produkte vorstellen, die sich im Alltag mit Kind bewährt und ihn erleichtert haben. Genauso wichtig sind aber eigentlich auch jene Erfahrungen mit Produkten vorzustellen, die ich nicht mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. In diese Kategorie fällt für mich unser Kinderhochstuhl, den ich weder weiterempfehlen kann, noch ihn ein zweites Mal kaufen würde.

Wer einen Hochstuhl sucht, kommt am Stokke Tripp Trapp nicht vorbei. Zumindest wenn man einen Hochstuhl sucht, der mitwächst, d.h. dessen Sitzhöhe man verstellen, das Tischbrettchen abmontieren und ihn als normalen Sessel verwenden kann. Mir war der Tripp Trapp trotz der zahlreichen Empfehlungen und positiven Testberichte schlichtweg zu teuer und so fiel die Wahl auf das Hochstuhlmodell „Antje“ von Pinolino, das ich  Euro bei Amazon entdeckt und gekauft habe.Bedauerlicherweise, wie sich rasch herausstellte. Das Holzbrett, das als Tischchen dient, wies binnen kürzester Zeit Risse auf und das bei ganz normalem Gebrauch, bei dem das Essbrett nicht mit übermäßigem Gewicht, sondern einfach nur mit Tellerchen und Trinkbecher belastet wurde.

Noch unglücklicher waren wir jedoch, als wir dazu entschieden, das Essbrett abzumontieren und damit aus dem Hochstuhl einen Sessel mit Treppen zu machen, auf dem sitzend die junge Dame künftig mit uns bei Tisch essen kann. Dabei stellte sich nämlich heraus, dass die Armlehnen zu lang sind, wodurch man das Kind mitsamt Sessel nicht nah genug an den Tisch schieben kann. Sofern man also nicht ein Kind mit ungewöhnlich langen Armen hat oder es einem egal ist, wenn sich das Kind beim Essen an den Rand der Sitzfläche sitzen muss (und dabei entweder selbst oder beim Versuch das Essen in den Mund zu befördern, zumindest dieses herabzufallen droht), um an den Tisch zu gelangen, bleibt nur eine Lösung: Die Tischplatte anheben und die Armlehnen darunter schieben, damit das Kind nah genug beim Tisch sitzen kann. In unserem Fall geht das zum Glück, da unser Esstisch ausziehbar ist und sich die ausgezogene Platte anheben lässt. Hat man das nicht, wird man sich wohl rasch nach einer neuen Sitzmöglichkeit für den Nachwuchs umsehen.

Fazit

Der Hochstuhl „Antje“ von Pinolino wirkt auf den ersten Blick als günstige Alternative zu hochpreisigeren Hochstuhlmodellen, die mitwachsen. Die Selbstmontage geht schnell von der Hand und sollte für jeden, der schon einmal erfolgreich Möbel von Ikea zusammengebaut keiner Problem darstellen. Im Hinblick auf Langlebigkeit und praktischen Nutzen enttäuschte der Pinolino-Hochstuhl im Test jedoch umso mehr.

Meine Tipps für den Kauf eines Hochstuhls

  • Soll der Hochstuhl mitwachsen und auch noch als Sessel benutzt werden können, sollte man unbedingt darauf achten, dass er keine (allzu langen) Armlehnen hat. Nur so kann man den Sessel später auch ganz nah den Tisch schieben.
  • Ein weißer Hochstuhl mag verlockend wirken, verlieht seinen blütenweißen Reiz in Anbetracht von Karottenbrei, Tomatensoße und hartnäckigen Essensresten schneller als einem lieb ist.
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2 Gedanken zu “Getestet: Hochstuhl „Antje“ von Pinolino

  1. Ein sehr schöner Eintrag und wirklich sehr hilfreich. Die Auswahl eines geeigneten Hochstuhl ist denke ich wirklich schwierig, aber jetzt weiss ich wenigstens, worauf ich besonders zu achten habe. Wäre ja schade, wenn meine Kleine nicht an den Tisch heran kommt. 😉

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